Pokalinterview mit Jennifer Eickelmann

Das Interview vor dem Halbfinal Pokalspiel, mit Damentrainerin Jennifer Eickelmann
Artikel vom 15. April 2026
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Interview mit Trainerin Jennifer Eickelmann vor den entscheidenden Saisonspielen
Frage: Jennifer, wie kam das Unentschieden im letzten Spiel zustande?
Jennifer Eickelmann:
Wir sind eigentlich sehr gut ins Spiel gestartet und hatten aus meiner Sicht auch die besseren Chancen. Der SSV Rhade hat die Räume allerdings extrem gut zugemacht und sehr kompakt verteidigt. Oft waren sie direkt zu zweit zur Stelle, was es für uns natürlich schwierig gemacht hat, Lösungen zu finden. Gegen eine defensiv so gut organisierte Mannschaft ist das nie einfach.
Am Ende war es ein intensives Spiel, in dem das Unentschieden leistungsgerecht war, auch wenn es sich für uns eher wie zwei verlorene Punkte anfühlt. Der Gegner hat zudem sehr körperbetont und hart gespielt. Als Team, das viel über Technik und spielerische Lösungen kommt, tun wir uns in solchen Spielen aktuell noch etwas schwer.
Wir arbeiten aber intensiv daran, uns genau in solchen Partien besser durchzusetzen und auch körperlich dagegenzuhalten. Deshalb sind wir am Ende trotzdem froh, diesen einen Punkt mitgenommen zu haben.
Frage: Wie wichtig ist das Spiel am Wochenende gegen Marbeck und wie schätzt du den Gegner ein?
Jennifer Eickelmann:
Das Spiel ist extrem wichtig, gerade in der aktuellen Phase der Saison. Marbeck ist ein unangenehmer Gegner, der sehr kompakt steht und viel über Einsatz und Zweikämpfe kommt. Sie sind schwer zu bespielen, vor allem wenn man ihnen Räume lässt.
Wir müssen von Beginn an konzentriert auftreten und unser Spiel konsequent durchziehen. Das Hinspiel haben wir zu Hause mit 1:4 verloren. Da haben wir defensiv nicht gut gearbeitet und vorne unsere Chancen nicht genutzt. Das wollen wir diesmal auf jeden Fall besser machen und ein ganz anderes Gesicht zeigen.
Dazu kommt, dass wir das Gefühl haben, dass jeder Gegner gegen uns noch einmal ein paar Prozent mehr herausholt. Wenn man sich die bisherigen Ligaspiele anschaut, sieht man, dass viele Teams gerade gegen uns besonders motiviert sind und oft ihre besten Leistungen abrufen. Umso wichtiger ist es, dass wir von der ersten Minute an voll da sind und dagegenhalten.
Frage: Ist das Spiel am 10. Mai ein Endspiel im Kampf um den Aufstieg?
Jennifer Eickelmann:
Ja, das Spiel gegen Hausdülmen hat auf jeden Fall Endspiel-Charakter. Natürlich entscheidet sich der Aufstieg nicht nur in einer Partie, aber dieses Spiel kann richtungsweisend sein.
Wichtig ist für uns zunächst, dass wir weiterhin unsere Punkte holen. Wir sind aktuell punktgleich mit dem Tabellenführer, deshalb zählt jedes Spiel. Trotzdem hat diese Partie natürlich eine enorme Bedeutung und kann im Aufstiegskampf ein entscheidender Faktor sein.
Frage: Wie groß ist die Vorfreude auf die Partie und wie schätzt du eure Chancen ein?
Jennifer Eickelmann:
Die Vorfreude ist riesig, dass sind genau die Spiele, für die man trainiert. Ich denke, wenn wir unsere Leistung abrufen und als Team geschlossen auftreten, haben wir sehr gute Chancen. Es wird sicher kein einfaches Spiel, aber wir sind gut vorbereitet und gehen selbstbewusst in die Partie.
Wir haben im Winter bereits in einem Testspiel gegen Wambel gespielt, das lief ganz gut für uns. Das gibt uns zusätzliches Selbstvertrauen. Ich bin überzeugt, dass wir sehr gute Chancen haben, ins Finale einzuziehen, leicht werden wir es dem Gegner auf keinen Fall machen.
